Informationen und Tipps zu Giftpflanzen
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Kräuter finden in unserem Alltag vielfältige Verwendung, wir benutzen sie zum würzen unserer Speisen sowie zum Heilen, ihr angenehmer Duft vertreibt Insekten von den Nutzpflanzen und von unserer Kleidung. Oftmals setzen wir Kräuter ein, ohne uns dessen bewusst zu sein.
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Giftpflanzen sind ein wesentlicher ein Bestandteil unserer Natur

Überall in unserer Umwelt stoßen wir auf Giftpflanzen. Ob bei einem Waldspaziergang, auf Feldern und Wiesen und sogar im heimischen Garten. Aber deswegen sollte man diese Pflanzen nicht gleich dramatisieren und herausreißen, aber auch nicht unterschätzen. Wie jede andere Pflanze, so hat auch die Giftpflanze ihre bestimmte Aufgabe in unserem Ökosystem. Denn gerade bei diesen Pflanzen verwischt sich die Grenze zwischen Heilkraut und Giftpflanze sehr schnell und man darf dabei nicht vergessen, das gerade diese Pflanzen einen unschätzbaren Nutzen zur Behandlung bestimmter Krankheiten beigetragen haben. So kann der Verzehr der bekannten Tollkirsche durchaus einen tödlichen Ausgang haben. Aber in der Notfallmedizin hat der Inhaltsstoff schon viele Menschenleben gerettet, das Gift des Fingerhutes kann starke Herzrhythmusstörungen auslösen, wogegen dosiert in Tablettenform helfen dieselben Stoffe herzkranken Menschen.

Ob es aber überhaupt zu einer Vergiftung kommt, hängt natürlich von der Menge, vom Alter und der körperlichen Verfassung des Einzelnen ab und jeder Organismus reagiert unterschiedlich auf die Pflanzengifte und bei den Pflanzen selber ist der Giftgehalt auch sehr schwankend. Ein gutes Beispiel hierfür sind, grüne, unreife Tomaten sind giftig, reife dagegen nicht. Vor rohen Vogelbeeren und Gartenbohnen sei gewarnt, werden diese zu Marmelade oder als Gemüse gekocht, kann man sie mit Genuss essen.

Oft sind es auch nur bestimmte Pflanzenteile die giftig sind, zum Beispiel nur die Stile, Knollen, Triebe und Zweigspitzen, die Früchte, Blätter, die Wurzeln, Zapfen und Samen. Sollte es einmal zu einer versehentlichen Aufnahme einer dieser giftigen Substanzen kommen, ist unser Körper mit einem Selbstschutzmechanismus ausgestattet. Damit die Gifte nicht zur Wirkung kommen, erbrechen wir sie einfach, insofern es sich dabei um eine unabsichtlich zu sich genommene Beere oder ein Pflanzenteil handelt. Bei einem Erwachsenen ist eher davon auszugehen, das die Vergiftung nicht sehr hoch ist oder wahrscheinlich erst gar keine Vergiftung vorliegt.

Aber was sollte man tun, wenn es doch mal zu einer Vergiftung durch Pflanzen bei Kindern kommen sollte.Hier sei geraten, Ruhe zu bewahren, Notarzt rufen, Pflanzenteile aus dem Mund entfernen und Aufbewahren, keine Milch zu trinken geben. Dennoch ist es selten sehr gefährlich, denn die Mengen an Pflanzengift sind meistens zu gering um eine große Vergiftung herbei zuführen. Nebenbei erwähnt, Haushaltsreiniger verursachen eine weitaus gefährlicher Vergiftung für Kinder als Pflanzengifte .

Selbstverständlich ist es unumstritten, das Unfälle durch Giftpflanzen verhindert werden müssen. Aber heute gehen die Meinungen, wie das geschehen soll, weit auseinander. Einige sind sogar der Meinung, man sollte die Pflanzen, die als stark giftig gelten, einfach ausrotten. Andere wiederum sind dafür, eine sinnvolle Aufklärung, ein gut durchdachter Pflanzplan können sehr hilfreich sein.

Versuche in Kindergärten und an Schulen Kinder über Pflanzen, deren Bedeutung und Giftigkeit nahe zu bringen verliefen bereits erfolgreich. Denn sollte man auch bedenken, das schon viele Arten unter Naturschutz stehen und viele vom Aussterben bedroht sind. Trotzdem wird es immer Orte geben, an denen auch giftige Pflanzen wachsen.

Vielmehr sollte man sich im Vorfeld schon bei Gärtnereien nach der Giftigkeit der Pflanzen erkundigen, welche man sich in den Garten setzen möchte. Giftpflanzen findet man nicht nur im Wald und in der Natur, man setzt sie sich auch gern als Sträucher oder Stauden in Parkanlagen und in den eigen Garten. ohne über deren Giftigkeit informiert zu sein. Bei kleinen Kindern sollte man auf keinen Fall Feuerdorn, Sadebaum, Mahonie und Cotoneaster pflanzen. Wer ein Gemüsebeet anlegt, sollte bedenken, das selbst das Kraut der Kartoffel und rohe Bohnen nicht ungiftig sind. Obwohl Giftexperten herausgefunden haben, das es eigentlich nur wenige Pflanzen gibt, die Kindern wirklich gefährlich werden können. Hierzu gehören die Stechpalme - lässt sich bei uns nur im Norden oder Westen wildwachsend finden, Goldregen - dieser kann bei uns auch in warmen Gegenden wild wachsen, Pfaffenhütchen - sein Mantel umschließt orangefarbene Samen verschiedener Giftstoffe und Seidelbast - blüht im Frühjahr, seine rot-violetten Blüten und Blattbüschel befinden sich am Ende von den holzigen Zweigen. Deren Früchte scheinen besonders zum Naschen zu verführen und diese können auch schon in kleineren Mengen für nicht unerhebliche Vergiftungen sorgen. Daher sollten diese Gattungen nach Möglichkeit nicht dort gesetzt werden, wo Kinder unbeaufsichtigt spielen.

Selbst unter den Topfpflanzen, die wir uns so gern ins Zimmer stellen, gibt es giftige Vertreter die da Alpenveilchen, Korallenbäumchen und Weihnachtsstern heißen. Sie gelten sogar als sehr giftig. Nicht so gefährlich sind die Amaryllis, der Drachenwurz, Gummibaum und die Zimmercalla.


Vergiftungen durch Pflanzen erkennt man daran, das sich die Haut rötet, Juckreiz auftritt, Brechreiz hervorgerufen wird, Atemnot herrscht, an Durchfall und Bauchschmerzen. Damit es soweit erst gar nicht kommt, ist der sinnvollste Weg, mit Giftpflanzen leben und umgehen zu lernen, auch im Interesse unserer Gesundheit.